MINORI
Es ist ein wunderschöner Badeort, welcher in der Lage ist, mit seinen rosa Häuschen am Strand jedem Tourist eine herrliche Landschaft zu bieten:
Ursprünglich war es ein kleines Fischerdorf aber im 20. Jahrhundert hat sich Minori auch durch den Tourismus erweitert, so dass es eine der kleinen „Edelsteine“ der Amalfi Küste wurde. Im römischen Zeitalter wurde es “Rheginna minor” genannt, um es vom größeren benachbarten “Rheginna Maior“ zu unterscheiden, woraus die heutigen Namen "Minori" und "Maiori" abgeleitet wurden. Das Wirtschafts- und Sozialleben der Ortschaft hat sich um die Basilika der Heiligen Trofimena entfaltet. Minori ist fast tausend Jahre lang vom 8. bis zum 18. Jahrhundert n.Ch. Bischofssitz gewesen. Jahrhunderte lang ist es die einzige Ortschaft der Amalfi Küste, die die Reliquien einer Heiligen aufbewahrt hat. Die Heilige Trofimena ist nicht nur die Schutzheilige von Minori sondern auch jahrelang die Schutzheilige der ganzen Küste und der Seerepublik Amalfi gewesen. Darüber hinaus wird sie im sizilianischen Städtchen Patti verehrt. 1932 wurde eine römische Villa entdeckt, was belegt, dass die "Rheginna Minor" ein Urlaubs- und Aufenthaltsort für römische Patrizier gewesen ist.
Im Mittelalter wurde Minori von den Pisanern geplündert, da es einer der wichtigsten Werften der Seerepublik Amalfi war. 1656 wurde die Bevölkerung durch die Pest dezimiert. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde es wieder einigermaßen wichtig, vor allem durch den Zitronenanbau. Jahrhunderte lang hat sich die Wirtschaft auf einer reichen manuellen Nudelnproduktion konzentriert, wodurch Minori eins der wichtigsten Produktionszentren von Nudeln im Königsreich beider Sizilien wurde.
Im Zentrum der Ortschaft standen zahlreiche Mühlen, die durch das Wasser des Flusses funktioniert haben, der durch das Tal fließt wo Minori sich befindet. Es ist anzunehmen, dass die ganze handwerkliche Nudelnproduktion von Minori nach Gragnano transferiert wurde, was heutzutage als eins der berühmtesten Zentren der Nudelnproduktion in ganz Italien gilt. Die Landwirtschaftsproduktion konzentriert sich auf den Anbau von Zitronen und Orangen, der die Ortschaft umrundet. Darüber hinaus besteht eine kleine handwerkliche Papierherstellung (mittelalterlichen Ursprungs) sowie die Likörherstellung mit Zitrusfrüchten (das „Limoncello“ ist berühmt). Seit zehn Jahren findet die önogastronomische Veranstaltung "Gusta Minori" in der Ortschaft statt.
MAIORI
Mit seinem langen Strand und der schönen Spaziergangspromenade am Meer verfügt Maiori über die bedeutendste touristische Struktur der Zone. Die Ruinen der Schlösser und der Türme sind ein Beispiel des mittelalterlichen Glanzes der Region, als Maiori vom Mauern und Festungen umgeben und verteidigt wurde.
Die Kirche von Santa Maria a Mare steht in zentraler Lage. Jedes Jahr am 15. August wird hier ein Ereignis vom Jahre 1204 gefeiert, als die Seemänner eine Statue der Mutter Gottes vom Meer geholt haben, welche die Besatzung eines aus Konstantinopel kommenden Schiffes ins Meer werfen musste.
Maiori ist eine Gemeinde mit ca. 5000 Einwohnern in der Provinz von Salerno in der Region Kampanien. Die Ursprünge der Stadt gehen auf die etruskische Zeit zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg ist diese Stadt gewachsen, die sich durch eins der besten Lebensniveaus der Region Kampanien anpreist. Maiori ist hauptsächlich eine touristische Ortschaft und bietet, über einen herrlichen Blick hinaus, den längsten Strandes der Amalfi Küste an. Es ist noch heute unsicher wer die Gründer von Maiori gewesen sind. Hierzu gibt es die unterschiedlichsten Aussagen. Von den Griechen zu den Etruskern, zu den Picentinern und den Römern oder dem Langobardenprinz Sicardo reichen die Theorien.
Der ursprüngliche Name von Maiori war Reghinna Maior im Gegensatz zur Nachbargemeinde Reghinna Minor (das gegenwärtige Minori). Eigentlich wurden alle Orte der Küste durch die sich abwechselnden Eroberer geformt – wie zum Beispiel die Etrusker und Römer. Darauf folgten eigenständige Siedlungen zur Zeit des Niedergangs des römischen Westreichs. Gegen 830 waren die Orte der Küste in einer „Konföderation der amalfitanischen Staaten“ vereinigt. In der Seerepublik Amalfi trafen die Orte zwischen Lettere und Tramonti und zwischen Cetara und Positano zusammen, deren Bewohner insgesamt „Amalfitaner“ genannt wurden. Jede Stadt behielt in jener Zeit ihren eigenen Namen und ihre administrative Autonomie, spielte aber dennoch eine spezifische Rolle im Rahmen dieses Bundes.
Im Jahre 1000 wurde Maiori (zusammen mit Amalfi) Bestandteil des Fürstentums von Salerno indem es die selben historischen Ereignisse wie Amalfi erlebt hat. 1343 wurde ein großer Teil der ganzen Küste durch einen starken Seegang zerstört, was in einem Brief von Francesco Petrarca an den Bischof Giovanni Colonna erwähnt wird. Vom 1811 bis 1860 war es Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks im Distrikt von Salerno innerhalb des Königsreichs beider Sizilien. Vom 1860 bis 1927, während des Königsreiches Italien, wurde es Hauptstadt des gleichnamigen Kreises im Distrikt von Salerno.
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