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Auf Capri zu besichtigen

 

VILLA SAN MICHELE
Die Villa San Michele ist der Wohnsitz des schwedischen Arztes Dr. Axel Munthe gewesen und ist heutzutage eins der meist besuchten Museen in Capri. Die Villa wurde auf den Ruinen einer alten Kapelle aufgebaut, die man dem Heiligen Michael gewidmet hat. Zur Zeit gehört sie der Axel Munthe Stiftung. In seinem Buch „Die Geschichte von San Michele“ erzählt uns der schwedische Arzt, wie er 1885 auf Capri angekommen ist und wie die Villa schrittweise aufgebaut wurde. Der Wohnkomplex besteht aus verschiedenen Ebenen: das Arbeitszimmer befindet sich auf dem ersten Stock, eine Säulenhalle führt zu einem runden Belvedere gegenüber dem Golf von Neapel. In der Villa werden archäologische Funde ausgestellt, die der schwedische Arzt auf der Insel und während seiner Aufenthalte auf Capri gesammelt hat. Unter anderem geht es um Fragmente aus Gräbern, Büsten, römische Böden, Marmore und Säulen. Im Garten befinden sich ein griechisches Grab und eine Sphinx aus Granit, welche vom Belvedere aus die ganze Insel überragt.




KARTAUSE VON SAN GIACOMO
Giacomo Arcucci hat in den Jahren 1363-65 den Aufbau der Kartause von San Giacomo auf einem von der Königin Johanna von Anjou gespendeten Gelände begonnen. Die Kartause befindet sich auf einer Gasse am deren Ende ein befestigter Turm steht, wo auf einer Seite ein Säulengang bis zur Kirche führt. Die Kartause besteht aus drei Gebäuden; eins davon hat nichts mit dem Klosterleben zu tun, wo sich die Apotheke und die Frauenkirche befinden. Ein weiteres Gebäude wurde den Mönchen sowie äußeren Gästen gewidmet. Das dritte Gebäude wurde für das Leben in Klausur mit den Zellen um den Großen Kreuzgang und den anderen Räumen um den Kleinen Kreuzgang gedacht. Im Großen Kreuzgang befinden sich zur Zeit das Klassische Gymnasium und das Diefenbach Museum. Dort finden Konzerte und Kulturveranstaltungen statt.  





VILLA JOVIS
Im Hinblick auf ihre Lage auf der Felsenwand direkt am Meer, die das Privatleben und die Sicherheit gewährleisten konnten – was so wichtig für den Kaiser war –, wurde  der Aufbau der Villa Jovis im 1. Jahrhundert v.Ch. dem Kaiser Tiberius zugeschrieben. Von der römischen Villa ist ein großer Teil der Struktur noch vorhanden, die man auf großen Zisternen und Behältern wegen dem Wassermangel auf der Insel aufgebaut hat. Die Struktur der Villa Jovis ist in Sektoren organisiert, die durch Korridore, Treppen und Stollen verbunden waren. Auf der Nordseite stand das Appartement des Kaisers mit Blick zum Golf von Neapel. Die Ostseite war der hohen Repräsentation gewidmet. Die Thermen lagen auf der Südseite und im westlichen Teil befanden sich die Unterkünfte und Diensträume. Am Ende der Gasse, die bis zur Villa führt, befindet sich der berühmte „Sprung des Tiberius“, wo der Kaiser – laut einer Volkslegende – die ungehorsamen Diener und die unerwünschten Gäste umstürzen ließ.




AUGUSTUSGÄRTEN
Die Augustusgärten sind ein Musterbeispiel der botanischen Organisation capresischen Stils, was die Blumen und Pflanzen der Insel Capri mit dem atemberaubenden Panorama der herrlichen Faraglioni Felsen und der Marina Piccola in Verbindung setzt. Die Entstehung der Augustusgärten geht auf die dreißiger Jahren zurück, als die Terrassen, wo sie sich befinden, gebaut wurden.

VIA KRUPP
Die Via Krupp ist eine Fußgängergasse, welche die Zone der Kartause von San Giacomo und die Augustusgärten mit der Marina Piccola verbindet, die früher nur durch die via Mulo zugänglich war. Sie entstand in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts auf Wunsch des deutschen Industriellen Friedrich Alfred Krupp.





BLAUE GROTTE
Dank ihrer Größe und ihrer besonders blauen Färbung ist die Blaue Grotte in der ganzen Welt bekannt. Man ist der Auffassung, dass die Blaue Grotte in der römischen Epoche zu den Zeiten der Kaisers Tiberius als Seenymphäum verwendet wurde. Es gibt zwei Möglichkeiten, um die Grotte zu erreichen: entweder mit Transportmitteln von Anacapri aus oder über das Meer von der Marina Grande aus bei einer Inselrundfahrt mit dem Booten, das vor dem Eingang der Grotte anhält. Um die Grotte besichtigen zu können, muss man auf kleinere Ruderboote umsteigen. Maximal zu zweit oder zu dritt fährt man durch einen engen und niedrigen natürlichen Gang zum inneren Teil der Grotte. Das alles ist bei Mistral- oder der Südwestwind nicht möglich. Der Eingang der Grotte ist ein schmaler Gang, was ca. 2 m hoch und breit ist und ca. 1 m über dem Meeresspiegel steht, so dass es manchmal notwendig ist, praktisch auf dem Boot zu liegen, wenn man da hereinkommt.   



KIRCHE DES HEILIGEN MICHAEL
Die Barockkirche wurde im Zusammenhang mit dem Theresianischen Baukomplex zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert errichtet und dem Heiligen Erzengel Michael gewidmet. Die achtkantige Baustruktur entspricht einem griechischen Kreuz. Mit ihrem Majolikafußboden vom Jahre 1761, was  die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies darstellt, ist die Kirche des Heiligen Michael eins der wichtigsten Elemente der neapolitanischen Produktion des achtzehnten Jahrhunderts. Sehr wichtig sind auch die seitlichen Altare mit Malereien von Nicola  Malinconico, De Matteis und del Po.

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