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Mit nur 2,07 km2 ist dies die kleinste Gemeinde der Insel, doch zugleich auch die dichtest besiedelte: ungefähr 4.500 Menschen wohnen hier. Die Gemeinde im Nordwesten der Insel ist bekannt für ihre Thermalquellen und exklusiven Hotels, aber vor allem wegen ihrer Geschichte: auf dem Hausberg Lacco Amenos gründeten gegen 770 v.Chr. Siedler aus Euböa die erste griechische Kolonie im westlichen Mittelmeerraum. Lacco Ameno teilt sich in die Gebiete Fango, Pannella, Fundera und Campo.
DER ORT: Das Wahrzeichen von Lacco Ameno ist der Fungo, ein pilzförmiger Tuffsteinfelsen vor der Küste, der den Eingang zum Ortskern kennzeichnet. Der Kern der Gemeinde sind Via Roma und Corso Angelo Rizzoli, die am kleinen Hafen beginnen und bis zum Santa-Restitua-Platz parallel zur Küste verlaufen. Diese elegante Einkaufs-Zone ist teilweise für den Verkehr gesperrt. Zur Gemeinde gehören aber auch die Hügel von Fango, die liebliche San Montano-Bucht und im Westen die Landzunge von Zaro. SEHENSWERT, WEIL...: Diese kleine Ortschaft wird zu Recht eine „der Perlen der Insel“ genannt. Sie vereint in sich die wichtigsten Ausgrabungen der Insel, die luxuriösesten Hotels, einen reizenden Stadtkern, Strände, Kuranstalten und viel Lokal-Flair! |
ZU BESICHTIGEN MUSEUM UND AUSGRABUNGEN SANTA RESTITUTA: Das Museum, vom Gemeindepfarrer Don Pietro Monti gegründet, hat seinen Eingang auf der rechten Seite des Kirchhofes. Es ist eine sehr persönliche Mischung aus Kultgegenständen der Pfarr-Kirche, historischen und prehistorischen Fundstücken und der unterirdischen Ausgrabungen.
Im Untergeschoss gelangt man zu den vier Zonen der Ausgrabungen. Der erste Teil ist eine griechische „Industrie“-Zone mit einer Töpferei, Brennofen, Dekantiergefässe aus der Zeit von 700 200 aC. Im 2. Teil sind Wände im römischen Stil der opera reticulata zu sehen, sowie in den Boden geschnittene Grabstätten. Der kleine Altar birgt Reliquien der Heiligen Restituta. Weiters Grabstätten aus heidnischen Zeiten und aus dem Mittelalter, und römische Marmor-Särge. Der dritte Teil ist eine Ausstellung geologischer Stücke, Instrumente, Schalen und Geschirr aus dem Bronze-Alter, Fundstücke aus der griechischen Siedlung und Grabsteine. Im letzten Teil liegt der Christliche Friedhof, umgeben von zahlreichen Grabstätten, die teilweise übereinander liegen. |
IL FUNGO Wohl bei einem Vulkanausbruchs vor vielen Jahrhunderten losgerissen, rollte dieser Felsen zu Tal und endete im Meer, wenige Meter vor dem Hafen von Lacco Ameno. Das Wahrzeichen der Gemeinde wurde langsam von Wind und Wetter zu seiner heutigen Form erodiert und ist der Mittelpunkt romantischer Legenden. SANTA RESTITUTA-PLATZ: Der größte Platz der Gemeinde befindet sich am Ende der Fußgängerzone. Das Rathaus (ein ehemaliges Kloster), die Santa-Restituta-Kirche und das eleganteste Hotel der Insel liegen um einen kleinen Park. Einst die Nekropolis der griechischen Siedler, wurde hier im 4. Jhdt. die erste christliche Kirche errichtet.
SANTA RESTITUTA-KIRCHE: Auf den Resten einer älteren Kirche gebaut, wurde das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert bei einem Erdbeben 1883 stark beschädigt und anschließend restauriert. Interessante Gemälde und Statuen im Inneren: über dem Altar ein Madonnen-Gemälde von Mastroianni; St. Augustin und Sta. Restitua in einem von Engeln gezogenen Boot von Balbi. Links eine Skulptur des Heiligen Herzen, Altar und Gemälde der Heiligen Dreifaltigkeit (18. Jhdt.), aus dem 16. Jdht. Madonna mit Kind, und ein Kruzifix um 1500. |
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